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Tauffest
Wir suchen Dich!
Pastorin Bethe "Bald ist es wieder so weit!"
„Bald ist es wieder so weit“, sagte Mama Spatz.
„Es? Was?“, fragte der kleine Spatz. „Was ist soweit und warum?“
„Das Ende“, murmelte seine Mutter.
„Das Ende? Was ist das schon wieder?“ Ein bisschen besorgt sah der kleine Spatz Mama Spatz an. Sie war seltsam heute, traurig irgendwie, und anders als sonst. Sie sang auch nicht mehr so oft ihre Lieder. Eigentlich sang sie gar nicht mehr. Sie stritt auch fast nicht mehr mit den anderen Spatzen, die im Dach des alten Hauses ihre Nester hatten. Nein, sie war still geworden.
Wenn er es sich so genau überlegte, waren die anderen Spatzen hier auch nicht mehr so gesprächig und fröhlich wie sonst. Ähnlich war es bei den Meisen, den Finken, der Zaunkönigfamilie, und die Gesänge der Amseln früh am Morgen hatte er auch lange nicht mehr gehört. Komisch. War das dieses Ende?
„Was ist ein Ende?“, fragte er noch einmal, leise nun, weil er sich nun doch erschrocken hatte. Und irgendwie ahnte er schon, was Mama Spatz meinte. Es war so vieles anders geworden. Nicht nur das Singen. Ob die Sonne schuld daran war? Die nämlich kam am Morgen immer später und später, als wollte sie auch nicht mehr singen. Halt, nein, eine Sonne sang ja nicht. Sie …
„Kann die Sonne singen?“, fragte er da doch zur Sicherheit nach. „Und wenn, warum kommt sie nicht mehr zur Morgenfrühe?“
„Morgenfrühe? Eine Sonne, die singt? Was du dir nur wieder denkst!“
Mama Spatz musterte ihren kleinen Sohn, der gar nicht mehr klein, sondern zu einem stattlichen Spatzenjungen herangewachsen war und ihre Fürsorge nicht mehr brauchte. Er würde nun alleine in diesem Leben zurechtkommen. Gerade noch zur rechten Zeit.
„Keiner singt mehr zum Ende des Sommers“, fuhr sie fort. „Wir haben unsere Arbeit getan. Nun bereiten wir uns auf den Abschied vor, so wie es die Sonne auch tut. Sie macht dem großen Dunkel Platz und für uns beginnt die Zeit der Ruhe.“
„Das große Dunkel? Ist das dieses Ende?“
Mit vor Schreck geweiteten Augen starrte der kleine Spatz seine Mutter an.
Die lächelte. „Du musst dich nicht fürchten. Es ist die Ruhe vor der Wiederkehr der Sonne im nächsten Jahr und dem Neubeginn des nächsten großen Singens, und dann, mein lieber Sohn, singst auch du mit. Dann nämlich baust auch du dir dein Nest für deine eigene Familie.“
„Ich? Oh! Wie schön! Das Ende ist also so etwas wie der Anfang von etwas Neuem, einer ganz besonderen großen Sache?“
Der kleine Spatz jubelte und beinahe hätte er schon jetzt damit begonnen, sein eigenes Liedchen zu singen. Sein Liebesliedchen fürs nächste Jahr, wenn auch er ein Spatzenpapa sein würde. Schön würde das sein. Er spürte, wie die Freude in seinem Herzen ihre eigenen Melodie sang. Die Melodie des neuen Lebens.
© Elke Bräunling
„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“. Dies ist ein Vers aus dem Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse. Vielen wird dieser Vers ein Begriff sein. Nicht nur, weil er in die Alltagssprache geraten ist, sondern, weil es rückblickend oft so ist. Neuanfänge haben immer etwas Besonderes, etwas Magisches. Zum einen, weil man mit Vorfreude auf etwas Neues hinausblickt; zum anderen, weil auch immer etwas Wehmut und vielleicht auch Dankbarkeit in den Momenten und Erinnerungen des Vergangenen mitschwingt. Wenn wir auf etwas Neues blicken, blicken wir auch immer auf Altes zurück. Beides gehört unweigerlich zusammen.
Das lesen wir zum einen in der Erzählung von Elke Bräunling, die von einer Spatzenfamilie handelt. Die Spatzenmama hat ihr Junges großgezogen und „ihre Arbeit getan“. Viele schöne Momente liegen zurück: das gemeinsame Singen mit den anderen Spatzen im Sommer; das Aufwachsen ihres Kindes. Nun ist es an der Zeit, dass der Spatzenjunge seine eigene Familie gründet und im kommenden Sommer mit all den anderen Spatzen schöne Melodien trällert. Wir sehen zum anderen aber auch in unserem Leben, dass wir neben all den Neuerungen auch Wehmut und Trauer erfahren. Wehmut, weil das Alte eigentlich doch auch ganz schön war und Trauer, weil wir Abschiede nehmen mussten. Welche schönen und vielleicht auch traurigen Momente hat das Jahr 2023 für Sie bereitgehalten?
Auch für mich und uns als Familie hat das Jahr 2023 viel Neues bereitgehalten: Die Geburt unserer Tochter Clara im Juli; das Zusammenwachsen als Familie; der Umzug ins Pfarrhaus Mitte Dezember sowie das erste Weihnachtsfest als Familie in der neuen Heimat. Wehmut und Trauer schwingt aber auch mit: Wir haben Freunde und Familie zurückgelassen; ein Weihnachtsfest mit Hochwasser erlebt, welches uns noch jahrelang in Erinnerung bleiben wird. Und nun steht das neue Jahr 2024 vor der Tür. Was wird es uns bringen? Welche neuen Schritte werden wir wagen? Familiär bedeutet das Jahr 2024 für uns, dass unsere Tochter Clara im Sommer in die Kita gehen soll und ich wieder mit dem Dienst beginne. Aber auch dienstlich wird es Neues geben: Die Gemeinden Paulus und St. Andreas wollen fusionieren und zusammenwachsen. Die Zusammenarbeit in der Region wird ausgebaut. Es sollen gemeinsame Tauftermine stattfinden. Und vieles mehr.
Rückblickend wird es sicherlich den ein oder anderen Wehmutstropfen geben, aber – um es mit den Worten von Bonhoeffer zu sagen – „von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag.“ Dass das Jahr 2024 von guten Mächten begleitet wird, darauf können wir alle nur hoffen und vertrauen.
Herzlichst grüßt Sie aus der Elternzeit
Pastorin Vanessa Bethe
Abschied von Frau Pastorin Hirschmann
Abschied von Frau Pastorin Hirschmann
Familien-Gottesdienst mit Frühstück in St. Andreas Bad Lauterberg – Fortsetzung folgt
Sehen und Gesehenwerden an Entdecker-Stationen
Bad Lauterberg. Ich sehe was, was du nicht siehst, Ferngläser- und Fernrohre basteln und sich gegenseitig sagen, was man am anderen schätzt: Beim ersten Familiengottesdienst der St. Andreas-Kirchengemeinde, der am Sonntag mit einem gemeinsamen Frühstück an einer langen Tafel im Gemeindehaus startete, drehte sich alles um die Jahreslosung „Du bist ein Gott, der mich sieht“, Genesis 16,13. Denn die St. Andreas-Kirchengemeinde Bad Lauterberg geht in diesem Jahr neue Wege: Ab sofort sollen alle zwei Monate Familiengottesdienste angeboten werden.
Nach den ersten Gesprächen ging es für alle Interessierte, egal ob Groß oder Klein, an fünf verschiedenen „Entdecker-Stationen“, die verteilt im Gemeindehaus aufgebaut waren. Und alle machten mit! Dabei standen das Spiel „Ich sehe was, was du nicht siehst“, einer besonderen Wertschätzungs-Übung für die ganze Familie, Wimmelbilder, eine Station mit mehreren Bildern, die zwei Motive in einem zeigten, aber auch Fernrohre an einer Bastelstation im Fokus. Und natürlich wurde auch gemeinsam gesungen: Mit Kantorin Dorothea Peppler am Klavier begleitet erklangen moderne Freitöne-Lieder und Ina und Jörg Hildebrandt von der Kinderkirche hatten einige Mitmach-Lieder zur Gitarre mitgebracht. Apropos: Die nächste Kinderkirche im St. Andreas-Gemeindehaus in Bad Lauterberg findet bereits am kommenden Samstag, 14. Januar, von 10 bis 12 Uhr statt.
In der Andacht von Pastorin Vanessa Bethe ging es ebenfalls um die Jahreslosung, das Sehen und Gesehenwerden: „Jesus liebender Blick fällt nicht zuerst auf die, die sich ihrer Wertschätzung durch Menschen sicher sein können. Jesus liebt und sieht besonders diejenigen, die das vielleicht gar nicht spüren oder für möglich halten, weil sich ja sonst niemand für sie zu interessieren scheint. Aber wenn du ein solcher Mensch bist und wenn du genau dieses Empfinden hast, dann darfst du dir sicher sein: Jesus sieht dich! Du bist für ihn unendlich wertvoll, weil du du bist.“
Wer jetzt neugierig geworden ist: Die nächsten Familiengottesdienste finden jeweils sonntags, am 19. März und 7. Mai, statt. Ort und Uhrzeit werden noch bekannt gegeben, da gerade über eine regionale Erweiterung und ein Nachmittags-Format mit gemütlichem Kaffee- und Kakaotrinken und Kuchenessen nachgedacht wird. Fest steht aber schon jetzt: Alle Familien, Kinder mit einem Elternteil, Oma, Opa, Paten, Tanten und Onkel und andere Interessierte sind wieder herzlich eingeladen!
Jugendandachtspreis
Zum zweiten Mal wurde im Kloster Loccum am Sonntag, dem10. März 2019, der Jugendandachtspreis der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers verliehen. Das Thema war ein Bibelvers aus dem 2. Korintherbrief: „Wo der Geist Gottes ist, da ist Freiheit.“ Zusammen mit Pastor Burger war eine Delegation von 8 Jugendlichen aus der Bäderregion (Bad Sachsa, Bad Lauterberg und umliegenden Dörfer) bei diesem erinnerungswürdigen Event dabei. Insgesamt gab es aus der Bäderregion drei tiefgründige und schöne Andachten, die von Maximilian Witt (Bad Sachsa), Louisa Boger (Barbis) und Merle Bär (Bad Lauterberg) verfasst worden waren.
Auch wenn keine dieser Andachten auf den ersten Plätzen landete, war dieser Tag für die Jugendlichen ein besonderes Erlebnis. Denn rund 300 Gäste waren zu dem Festakt in das mehr als 850 Jahre alte Gotteshaus gekommen bei dem für die feierliche-fröhliche Stimmung im Besonderen auch der musikalische Stargast des Abends sorgte: Philipp Poisel („Wo fängt dein Himmel an?“) spielte exklusiv für die jugendlichen Preisträgerinnen und Preisträger. Simon Burger
Auch wenn keine dieser Andachten auf den ersten Plätzen landete, war dieser Tag für die Jugendlichen ein besonderes Erlebnis. Denn rund 300 Gäste waren zu dem Festakt in das mehr als 850 Jahre alte Gotteshaus gekommen bei dem für die feierliche-fröhliche Stimmung im Besonderen auch der musikalische Stargast des Abends sorgte: Philipp Poisel („Wo fängt dein Himmel an?“) spielte exklusiv für die jugendlichen Preisträgerinnen und Preisträger. Simon Burger